Kulturelle Sehenswürdigkeiten
Natürliche Sehenswürdigkeiten
Geschichte

Kulturelle Sehenswürdigkeiten

Lorenzen ist wegen seiner geographischen Lage im Laufe der Zeit zu etwas Besonderem geworden. So haben die Naturgegebenheiten - Holz, Stein, Wasser, fruchtbare Erde (ertragfähige) - und tiefer Glauben den charakterstarken Bachernmenschen geformt.

Einen großen Einfluß auf die Region nahm neben der charakteristischen Wirtschaft auch der Klosterklerus, der für den kulturellen und geistigen Fortschritt der Bewohner sorgte. Zusammen bauten sie zahlreiche sakrale Objekte, auf die man noch heute stolz ist.

Lorenzen rühmt sich auch natürlicher Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche des Hl. Laurentius

 

Die Kirche, nach der der Ort benannt wurde, ist zum ersten Mal im Jahr 1184 erwähnt worden und schon 1191 wurde sie zur Pfarrkirche. Über diese romanische Kirche gibt es keine Aufzeichnungen, über ihre gothische Nachfolgerin aus dem ersten Viertel des 15. Jh. gibt es aber mehr Angaben. Bewahrt wurden die unteren Teile der westlichen und südlichen Kirchenwand und ein Rippengewölbe, das in die Wandung vom Presbyterium eingemauert wurde.

Die Kirche ist 1662 teilweise niedergebrannt, 1691 wurde sie neu bepflastert. Der Pfarrchronik zufolge wurde 1772 beim Erwerb der neuen Glocke auch der Glockenturm überbaut und 1742 in die neue Fassade eingefügt. Zwischen 1765 und 1766 wurde auf Auftrag des Baumeisters Janez Jurij Stadler die heutige Kirche gebaut. Sie ist zur Gänze eine Barockkirche.

Zwischen den Jahren 1870 und 1907 wurde das Äußere der Kirche erneut renoviert und die Mauer, die bis zum Jahre 1868 den Kirchenkomplex einschloß, entfernt. Das Innere, das 1892 neu bemalt wurde, wird durch eine reiche barocke Ausstattung ergänzt, ein Werk vom angesehenen Marburger Bildhauer Jožef Holzinger.

Zwischen 1988 und 1991 wurde das Kircheninnere renoviert und 1998 auch die Außenfassade.

Die Pfarre Sv. Lovrenc na Pohorju

 

Die Filialkirche der Hl. Radegundis

Die ursprünglich bescheidene Gothikkirche ist über Auftrag eines Abtes erweitert und ihr Schiff gewölbt worden. Im heutigen Bau stammt sie aus dem Jahr1776. Die Kirche besteht aus einem rechteckigen Schiff mit der Eingangshalle und einem Fassadenglockenturm sowie aus einem etwas niedrigeren Presbyterium mit der Erdgeschoßsakristei auf der Nordseite. Sie hat drei Altäre: Hl. Radegundis, Jungfrau Maria und Hl. Katharina. Noch in der ersten Hälfte des 19. Jh. wurde die Kirche von einer Friedhofsmauer umgeben.

 

Filialkirche des Hl. Kreuzes

Die Erwähnung dieser Kirche geht in das 13. Jahrhundert zurück, jedoch ist sie im heutigen Bau eine spätbarocke Kirche aus dem Jahr 1659. Nachträglich wurden auch der Glockenturm und die Sakristei angebaut. An der Schlußwand des Presbyteriums befindet sich der Restteil der Freske von Maria und Johannes Evangelista, in der Mitte hängt das große barocke Kruzifix. In der Kirche gibt es auch den Altar des Hl. Florian, zu dem die Marktbewohner oft Zuflucht nahmen, um das Feuer abzuwenden. Über dem Altar hängt das Bildnis des Lorenzer Marktfleckens aus dem Jahr 1776.

 

Die Filialkirche des Hl. Ignatius auf Rdeči breg (Rotenberg)

Die von den Benediktinern gebaute Kirche aus Holz wurde im Jahr 1769 durch eine gemauerte Kirche ersetzt. Gebaut wurde sie aus Angst vor Ausweitung des lutheranischen Glaubens auf dieses Gebiet. Über dem Hauptaltar hängt das Bild des Hl. Ignatius, auf der rechten Seite der Kirche gibt es den "šmohorski" Altar und auf der linken Seite den Altar von der Mutter Gottes. An den Wänden gibt es den josephinischen Kreuzweg. Diese Kirche ist die einzige Kirche in Slowenien, die dem Hl. Ignatius geweiht ist.

 

Die Statue des Hl. Nicholaus

Auf der Straße im Oberen Markt steht die Statue des Hl. Nicholaus, Schutzheiliger der Flößer. Sie erinnert an den Sitz der Flößerzunft im Ort. Zur Statue trugen die Flößer Gaben, um sich für die glückliche Rückkehr zu bedanken. Die steinige Barockstatue schuff Jožef Straub im Jahre 1754. Während der beiden Kriege stand die Statue noch näher des Jeger-Hauses. Durch die Straßenrekonstruktion wurde sie auf die jetzige Stelle verlegt.

 

Die Pfarrkirche der Jungfrau Maria in Puščava (in der Wüste)

Die Wallfahrtskirche in Puščava stellt den Höhepunkt der Kunst des 17. Jh. im Drautal dar und ist zugleich eines der wichtigsten Denkmäler der späten Renaissance- bzw. frühen Barockarchitektur in Slowenien. Auf Antrag eines Abtes aus dem Benediktinerkloster wurde 1627 die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit und Jungfrau Maria errichtet. Wegen des steigenden Interesses an der Wallfahrt wurde über Auftrag des nächsten Abtes die Kirche neu überbaut, wobei der Glockenturm der alten Kirche bewahrt wurde.

Das Innere der großen Kirche besteht aus einem Dreischiffraum und einem Ostteil, den zwei halbkreisförmig geschlossenene Kapellen und ein halbkreisförmiges Presbyterium formen. Das klare und übersichtliche Innere prägt eine starke plastische Architekturgliederung: Pfeiler mit reichen Blätterkapitellen, halbkreisförmig geschlossene Arkaden mit Masken, Gurtbögen zur Trennung von Kreuzgewölben.

Auch die Kirchenausstattung ist sehr reich. Gewundene Säulen und zahlreiche Statuen prägen den großen dreistöckigen Altar und zwei Altäre in den Kapellen, wobei letztere, die von vier großen Statuen geziert werden, hinsichtlich ihrer Form einzigartig im slowenischen Raum sind.

Die Pfarre Jungfrau Maria in Puščava

Die Filialkirche der Hl. Anna in Puščava

Vom Hügel neben der Kirche der Jungfrau Maria grüßt mit ihrem dachförmigen Glockenturm die Kapelle der Hl. Anna, die zwar 1659 gebaut wurde, die aber im jetzigen Zustand teilweise aus der 1. Hälfte des 18. Jh. teilweise aus der Zeit um 1875 stammt. Wichtig sind der barocke Altar aus der Mitte des 18. Jh. und der barocke Metalleuchter, der aus der gleichen Zeit stammt.

"Pajštva"

Zwischen der Pfarrkirche und dem Friedhof steht das Bachern "Pajštva" - Dörrkammer für Obst und Lein. Das Gebäude ist teilweise gemauert, teilweise besteht es aus Holz. Bedeckt ist es mit einem Satteldach. Die Dörrkammer ist ein ethnologisches Denkmal.

 

Ladajenkovo - das älteste Haus in Lorenzen

Nordwestlich vom Markt liegt die Ortschaft Puša, einer der ältesten Weiler in Lorenzen. Hier befindet sich das Bauernhaus Ladejenkovo. Das Gebäude, das aus dem 15. Jahrhundert stammen soll, besteht zur Gänze aus Holzbalken. Die Fenster sind quadratförmig und mit geschmiedeten barocken Gittern geschützt. Das Dach ist mit Schindeln gedeckt. Die Rauchkammer blieb bis zum ersten Weltkrieg erhalten, dann wurden die Wände ausgekalkt. Der Boden besteht noch heute aus Holz.

Das Wirtschaftsgebäude wurde aus Stein gebaut, entlang des Holzstocks befindet sich ein Gang mit einer Dachdeckung aus Ziegelstein. In der Nähe befindet sich eine Doppelheuharfe, eine der seltenen im Lorenzer Tal.

zadnja sprememba: 21.07.2009 08:08